Wer unter Zahnfleischbluten leidet, der möchte es möglichst schnell wieder loswerden. Die Ursachen für Zahnfleischbluten sind vielfältig. In der Regel entsteht Zahnfleischbluten durch ungenügende Mundhygiene. Wer sich dann regelmäßig die Zähne putzt, der merkt häufig, dass das Zahnfleischbluten wieder zurückgeht. Ein weiterer Grund für blutendes Zahnfleisch können zu harte Zahnbürstenborsten sein. Auch extremer Druck, während des Putzvorganges, kann zu den Blutungen führen. Es ist ratsam, sich in Sachen Mundhygiene, Borstenhärtegrade und der richtigen Putztechnik beim Zahnarzt beraten zu lassen.

Welche Ursachen kann Zahnfleischbluten haben?

Nicht nur eine mangelnde Mundhygiene kann ursächlich für die Blutungen im Mundraum sein. Es gibt auch andere Ursachen, die von einem Zahnarzt abgeklärt und ggfs. behandelt werden sollten. Nachfolgend wird erläutert, welche Ursachen Zahnfleischbluten noch haben kann.

Folgende Faktoren können ursächlich für Zahnfleischbluten sein:
– Parodontitis
– Gingivitis (Zahnfleischentzündung)
– hormonell bedingte Zahnfleischentzündung
– andere Erkrankungen des Körpers

Parodontitis

Parodontitis ist der Fachbegriff für die chronische Zahnfleischentzündung. Bei der chronischen Form kann der Kieferknochen angegriffen und in Mitleidenschaft gezogen werden. In letzter Konsequenz verliert der betroffene Zahn an Halt und kann ausfallen. Unbehandelt, wird der Zahnhalteapparat in Mitleidenschaft gezogen und es kommt zum Zahnverlust. Eine Parodontitis wird häufig als Parodontose im Volksmund bezeichnet. Der Zahnverlust ist durch eine frühzeitige zahnmedizinische Behandlung vermeidbar. Eine Parodontitis kann durch andere Erkrankungen verstärkt werden. So kann beispielsweise Diabetes mellitus die Parodontitis verschlimmern. Eine chronische Zahnfleischentzündung kann zudem durch Rauchen verstärkt werden. Unterschieden werden verschiedene Parodontitisformen. Die aggressive Parodontitis und die chronische Variante. Die aggressive Form ist meist durch Immunabwehrdefekte bedingt und tritt häufig ab dem 35. Lebensjahr auf. Die aggressive Form kann innerhalb weniger Jahre zu komplettem Zahnverlust führen. Bei der aggressiven Parodontitis können sich Bakterien schnell vermehren. Warum eine schnelle Vermehrung stattfindet ist weitestgehend ungeklärt.

Gingivitis

Zahnfleischbluten wird häufig durch eine Gingivitis ausgelöst. Eine Gingivitis ist als Entzündung des Zahnfleisches charakterisiert. Sie ist in der Regel bakteriell bedingt. Die Bakterien können sich dabei zwischen Zahnfleisch und Zahn setzen und von dort tiefer wandern. Wird die Gingivitis nicht behandelt, kommt es zu Zahnfleischrückgang. Die betroffenen Zähne können den Halt verlieren und wackeln. Die chronifizierte Variante, die entstehen kann, wenn eine Gingivitis nicht behandelt wird, wird auch als Parodontitis bezeichnet.

Zahnfleischbluten – hormonell bedingt

Der Mensch macht in bestimmten Phasen starke hormonelle Schwankungen durch. Während Pubertät und Schwangerschaft kann beispielsweise hormonbedingt Zahnfleischbluten auftreten. Es werden die Bezeichnungen Schwangerschafts- bzw. Pubertätsgingivitis verwendet. Des Weiteren können auch der Menstruationszyklus sowie die Anti-Baby-Pille hormonell bedingtes Zahnfleischbluten fördern.

Andere Erkrankungen des Körpers

Auch andere körperliche Erkrankungen können zu Zahnfleischbluten führen. Virusinfekte, Diabetes mellitus, HIV und Leukämie sind Beispiele für Erkrankungen, die Zahnfleischbluten bedingen können.

Wie wird Zahnfleischbluten behandelt?

Eine gute Mundhygiene ist zur Verhinderung und Verminderung von leichtem Zahnfleischbluten unabdingbar. Tritt das Zahnfleischbluten regelmäßig auf und wird auch durch gute Mundhygiene nicht besser, dann bedarf das Zahnfleischbluten einer zahnärztlichen Abklärung. Auch bei vorliegenden körperlichen Erkrankungen, die unter Umständen das Zahnfleischbluten bedingen, sollte ein Zahnarzt sowie ein Arzt zurate gezogen werden. Bei hormonell bedingten bzw. durch die Pille ausgelöstem Zahnfleischbluten, sollte der Gynäkologe um Rat gefragt werden.